PV-Angebot einholen: die 7 größten Fehler und wie Sie sie vermeiden
Veröffentlicht am 04.10.2026
Fehler 1: nur ein Angebot einholen
Die Preisspanne zwischen zwei Fachbetrieben liegt oft bei 15 – 25 % — bei gleicher Leistung. Mindestens drei Angebote vergleichen. Am besten von regionalen Betrieben mit lokalen Referenzen.
Fehler 2: nur den Preis vergleichen
Das billigste Angebot hat oft billige Module, günstige Wechselrichter, wenig Wartung. Wichtiger sind: Modul-Marke (Tier-1), Wechselrichter-Marke (SMA, Fronius, Kostal), Garantien schriftlich.
Fehler 3: keinen hydraulischen Blick auf Dach + Elektrik
Ein solider Fachbetrieb schaut sich das Dach VOR dem Angebot an — nicht nur per Foto. Er prüft: Dachstatik, Zählerplatz, Sicherungsschrank. Angebote ohne Vor-Ort-Termin sind Blackbox.
Fehler 4: Speicher überdimensionieren
Ein 15-kWh-Speicher bei einer 8-kWp-Anlage rechnet sich nicht. Faustregel: 1 kWh pro kWp. Wer mehr will, braucht dafür gute Gründe (Wärmepumpe, E-Auto).
Fehler 5: Ausrichtung nicht optimieren
„Wir montieren wo Platz ist" ist kein Plan. Süd-Dach voll belegen, dann Ost/West optional. Fachbetriebs-Empfehlung sollte auf Ihre Verbrauchsstruktur eingehen.
Fehler 6: EEG-Anmeldung selbst machen wollen
Ein guter Fachbetrieb erledigt EEG-Anmeldung, Marktstammdatenregister und Netzbetreiber-Meldung inklusive. Falls das im Angebot fehlt, nachbestellen — 250 – 500 € extra sonst nachträglich.
Fehler 7: kein Wartungsvertrag
PV-Anlagen sind wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Ein Wartungsvertrag mit jährlicher Kontrolle des Wechselrichters und alle 3 Jahre Modulreinigung ist sinnvoll. Kosten: 150 – 300 €/Jahr.
Solid-Angebot-Checkliste
- Modul-Marke, Wattklasse, Anzahl
- Wechselrichter-Marke, Typ, MPP-Tracker-Anzahl
- Speicher-Marke, kWh nutzbar, Zyklen-Garantie
- Ertragsprognose kWh/Jahr mit Ausrichtungs-Simulation
- Garantien: Modul 25 Jahre / Wechselrichter 10 Jahre / Montage 5 Jahre
- Installations-Termin realistisch (nicht „nächste Woche")
- Anmeldeservice inklusive