PV im Winter: was die Anlage bei Schnee wirklich liefert
Veröffentlicht am 09.09.2026
Wie viel im Winter?
In Deutschland verteilt sich der PV-Ertrag typischerweise so:
- März – Oktober: 80 – 85 % des Jahresertrags
- November – Februar: 15 – 20 %
- Dezember allein ist der schwächste Monat mit oft nur 3 – 4 % des Jahresertrags
Schnee auf den Modulen
Dünne Neuschneeschicht (unter 5 cm) rutscht bei geneigten Modulen (> 25° Dachneigung) meist selbst ab, sobald die Sonne wärmt. Dicke Schneeschichten bleiben liegen — dann produziert die Anlage praktisch nichts. In schneereichen Regionen (Bayern, Alpen) ist der Winter-Anteil noch niedriger (10 – 12 %).
Selbst reinigen?
Nein. Nie aufs Dach steigen bei Schnee. Das Sturz-Risiko ist enorm, und der wirtschaftliche Schaden vernachlässigbar. Der Schnee taut spätestens im März weg.
Bewölkung
Bei bewölktem Himmel liefert die Anlage 10 – 30 % ihrer Nennleistung. Bei diffusen Wolken (typischer deutscher Winter-Tag) sind es 15 – 25 %. Selbst dann produziert eine 10-kWp-Anlage 15 – 25 kWh pro Tag — was für einen Standard-Haushalt (Grundlast + Beleuchtung) fast reicht.
Was das für Ihre Rechnung bedeutet
Bei der Amortisationsberechnung ist die winterliche Schwäche bereits eingepreist. Die üblichen 950 – 1.050 kWh/kWp Jahresertrag sind ein Mittel über gute Sommer- und schwache Wintermonate.
Wärmepumpe im Winter
Kritischer Punkt: die Wärmepumpe braucht im Winter am meisten Strom — und die PV liefert am wenigsten. Das gleicht sich nur mit einem großzügig ausgelegten Speicher und Netzbezug aus. Autarkie 100 % im Winter ist praktisch unmöglich — Netzbezug für 4 Monate einkalkulieren.