PV-Versicherung: brauchen Sie eine — und welche?
Veröffentlicht am 29.09.2026
Zwei Optionen
Option 1: Erweiterung Ihrer Wohngebäudeversicherung
- Preis: 40 – 90 €/Jahr Aufpreis
- Deckung: Sturm, Hagel, Blitzeinschlag, Feuer
- Deckungssumme: meist bis 30.000 €
- Selbstbeteiligung: 300 – 500 €
- Vorteil: günstig, einfach, ein Ansprechpartner
Option 2: Eigenständige Photovoltaik-Versicherung
- Preis: 80 – 180 €/Jahr
- Deckung: alle Gefahren inkl. Vandalismus, Diebstahl, Marderschaden, elektrische Defekte, Ertragsausfall
- Deckungssumme: bis 100.000 €
- Selbstbeteiligung: 150 – 300 €
- Vorteil: lückenlos, schnelle Regulierung
Welche für wen
- EFH bis 10 kWp, unauffällig gelegen: Wohngebäude-Erweiterung reicht
- Anlage > 10 kWp oder mit Speicher > 5 kWh: eigenständige PV-Versicherung
- Anlage in exponierter Lage (Küste, Alpen): eigenständig
- Sie leben nicht ständig im Haus (Ferienhaus): eigenständig mit Diebstahl-Schutz
Was oft fehlt oder eingeschränkt ist
- Ertragsausfall: wenn nach Sturm 6 Wochen keine Einspeisung möglich, deckt Wohngebäude oft nicht ab
- Elektrische Defekte: Wechselrichter-Defekt nach 8 Jahren — nur bei eigenständiger Versicherung
- Marderschaden am Kabel: häufig, nur bei einigen Tarifen
Zusatz: Betreiberhaftpflicht
Für Anlagen > 15 kWp wird eine Betreiberhaftpflicht empfohlen (30 – 60 €/Jahr) — deckt Schäden ab, die Ihre Anlage bei Dritten verursacht (z. B. Module fallen auf ein Auto).